26.7.07

pas de nouvelles-bonnes nouvelles...




Meine Sauna, mein Whirlpool
Mein Schwimmbad


Meine Aussicht vom Balkon ;)


Der Wohnblock


Das Wohnzimmer mit meinem Bett auf der rechten Seite


Eingang zur Wohnung


Elisa und Charlotte in meinem Bett

Philippe und Sergio


Australische Modeausrutscher


Barbekanntschaften


Nein, keine bezahlten Taenzerinnen, sondern normale Clubbesucherinnen,
mit Geltungsbeduerfnis

Selbiges auf der Herrenseite


Barbekanntschaften


Eva, Xavier und ...


Spieleabend am Ruhetag Montag im Hostel


Katrin, ehemalige Mitschuelerin in Perth und 5000 km weiter zufaellig!
in Brisbane wiedergetroffen.

Torben und eine !Halbfranzoesin/Halbdeutsche!


Torben im Pokerfinale

BBQ in Torbens Wohnung

Brisbane Skyline


Mein Pausenpark in Perth


Nachtarbeitsplatz


Tagesarbeitsplatz mit meinen Chefs

Meine Gasteltern Yvonne und Andrew

und meine Gastgeschwister Marco und Steffi





pas de nouvelles-bonnes nouvelles...


...lautet das franzoesische Sprichwort um eine lang anhaltende Durststrecke der Neuigkeiten zu rechtfertigen. So sind mittlerweile 2 Monate vergangen, die "bonnes nouvelles" so zahlreich geworden, dass eine ausfuehrlichere Schilderung die Internetkosten mit einem umfassenden Restaurantbesuch vergleichbar werden laesst;) Daher als Kompromiss: Heute Abend KFC und hier nur das wichtigste chronologisch zusammengefasst...
Nach 3 Wochen harter Tages- und Nachtarbeit ging mein Flug nach Brisbane Anfang Juni mit gut gefuellten Taschen. Der Abschied von Freunden und Gastfamilie fiel schwer, von Stadt und Wetter dafuer um so leichter... bei einem Wintereinbruch um 18-20 Grad schienen die zahlreichen Palmen von Perth allmaehlich fehl am Platz. Ganz anders Brisbane: Die 1,6 Millionenstadt besticht mit gutem Wetter und Ausgelassenheit, treffender als in einem SpiegelOnline-Artikel laesst sich diese Stadt nicht beschreiben:


"Wer im australischen Brisbane zwei Stufen auf einmal nimmt, outet sich als Ausländer. Die vielleicht entspannteste Großstadt der Welt hat drei Unis, deren Studenten sich über ganzjährige Sonnengarantie freuen - nur Angst vor seltsamen Tieren sollte man nicht haben."

...auch ich bin in den Genuss dieser Tiere gekommen, gluecklicherweise verhinderte entweder Glas oder Zaun ein naeheres kennenlernen. Durch Zufall hatte ich das beste Partyhostel der Stadt erwischt, mitten im Fortitude Valley, dem Vergnuegungsviertel von Brisbane. Das Bunk Hostel, http://www.bunkbrisbane.com.au/ ueberzeugt durch moderne, saubere und vor allem grosse Zimmer kombiniert mit einer sehr hipp eingerichteten Bar/Nachtclub. Die Bar ist dermassen angesagt, dass nicht nur zahlreiche Backpacker jeden Abend anzutreffen sind, mindestens genauso viele Locals haben das Bunk zum feiern entdeckt. Mit einem Zimmer auf der Tanzflaechenseite war ich daher gewissermassen gezwungen mich jeden Abend dem Partyvolk anzuschliessen. Im Gegensatz zu den meisten Backpackern ueberwand ich mich den naechsten Tag nicht mit Doesen zu verbringen, sondern der Stadterkundung, Wohnungs- und Jobsuche nachzugehen. Letzteres erwies sich allerdings nicht als Leichtigkeit, so wie in vorherigen Eintraegen beschrieben. Wenn sich etwas fand, dann mindestens fuer 1-2 Monate, und das ist eigentlich auch zu wenig, "die Einarbeitung ist immer so muehsam muessen Sie wissen... usw." Klar ist es nicht gerade ein Leichtes zu erlernen wie man einen Schwamm haelt um ein Auto zu waschen. Der Sharehouse-Markt wusste noch eins draufzusetzen und gab gleich 3 Monate als Mindestgrenze an. Verzweifelt suchte ich ueber das World Wide Web nach Gleichgesinnten und fand schliesslich den Blogeintrag eines Fuendigen. Torben praesentierte auf seiner Seite das Traumobjekt eines jeden Reisenden: Im "Zentrum der City", gleich neben dem tropischen Stadtpark gelegenene Neubauwohnung mit gigantischem Schwimmbad, Whirlpool, Sauna und Fitnessbereich. Auf Nachfrage seines Erfolgsrezepts kam prompt eine freundliche Einladung zum woechentlichen BBQ auf seinem Balkon. Die groesstenteils deutsche BBQ Gemeinde (es gab sogar Bratwuerste vom deutschen Metzger, eine Delikatesse im Vergleich zur australischen Abfallbratwurst) wird von SAP gesponsert, leistet dafuer zuverlaessige Praktikantendienstleistungen und hat immer noch genug Geld am Ende des Monats uebrig um zahlreiche Ausfluege zu unternehmen. 'Neid' Doch das Schicksal hatte es auch mit mir gut gemeint, denn wenig spaeter, beim woechentlichen Pokerabend im Hostel lernte ich einen outgoing and easygoing Schweizer namens Omar aus dem franzoesischen Part kennen, der nur zwei Stockwerke unter Torben ansaessig war. Doch im Gegensatz zu Torben teilte er sich die Wohnung mit 7 statt mit 3 anderen Studenten. Er sollte zwei Tage spaeter mit einem Freund ausziehen, hatte leider schon zwei Britinnen gefunden die in sein Zimmer einziehen wuerden... ABER ich solle die anderen 8 fragen ob sie mich in ihrem Wohnzimmer auf einer Notfallmatratze schlafen lassen wuerden. Mit einem Toaster als Bestechungsobjekt unterm Arm (Omar hatte mich darauf hingewiesen dass der Alte den Geist aufgegeben hatte) zog ich also in die etwas spaerlicher eingerichtete Wohnung und gab mein Bestes einen Kolumbianer, zwei Brasilianer, zwei BrasillianerInnen, zwei EnglaenderInnen und eine Koreanerin von der Notwendigkeit meiner Anwesenheit zu ueberzeugen. Ich konnte mein Glueck kaum fassen fuer ca. 43 Euro die Woche nun auch den Luxuspool, Sauna...usw. benutzen zu duerfen, einen eigenen Kuehlschrank, Bad und sehr symphatische Mitbewohner zu haben. Zum Vergleich: Das Hostel berechnete 100 Euro pro Woche, in einem 4-Bettzimmer, mit Sharekueche, Badezimmer und ungewaermten Pool ;)
Die "Auberge Australienne" hatte einen ungewoehnlichen Charme mit ihren 8 Beowohnern aus 6 verschiedenen Laendern. Charlotte und Amie, die beiden freundlichen und hoeflichen Englaenderinnen die mir nahezu jeden Nachmittag einen Tea anboten und stets fuer einigermassen Ordnung und Sauberkeit sorgten. Philippe, der laessige und freundliche sunny boy aus Brasillien oft anzutreffen mit Sergio, dem sehr interessierten Kolumbianer, die beide in ihren Saetzen oefter "hey maan" verwendeten als andere Woerter. Alex, meine Namensvetterin, eine sehr fuersorgliche Koreanerin die mich staendig zu einem Langzeitaufenthalt in Korea ueberreden wollte. Bruna, die verantwortungsvolle Brasilianerin, die sich staendig sorgen machte ob sie in Australien zugenommen hatte (vielleicht aufgrund ihres Nachtjobs bei McDonalds). Elisa, die andere Brasillianerin, arbeitete in einem Donutgeschaeft, sehr zu unserem Vorteil, so brachte sie 2x woechentlich vorzuegliche Donuts in die WG. Und ein weiterer Sergio, ein Brasilianer, etwas zurueckhalten, hatte noch Schwierigkeiten sein Englisch zu praktizieren. Gegen 10 p.m. waren ab und zu alle gemeinsam in der Kueche anwesend, um hochbrisante Themen der WG-Politik zu diskutieren, zu kochen oder einfach nur entspannen, eine unbeschreiblich symphatische Atmosphaere.

Die Zeit in Brisbane neigte sich nach 4 Wochen dem Ende zu, naechstes Reiseziel war Cairns, 1800 km noerdlich am great barrier reef gelegen, von tropischem Klima gesegnete Stadt mit warmen Temperaturen. Meine Mutter hatte sich fuer 2 Wochen Besuch angekuendigt, mit ihr und Xavier sollte es dann per Mietwagen Richtung Norden gehen. Ob das gut gehen kann, was wir alles erlebt haben und wie die Gegenwart aussieht, dazu mehr im naechsten Eintrag binnen der naechsten 5 Tage.

Bester Gruss

Alexandre